Das Ev. Fachkrankenhaus Ratingen sorgte 1997 in Nordrhein-Westfalen für ein viel beachtetes Novum im Klinikbereich: Es wurde ein komplett neues Gebäude errichtet, in dem erstmalig ein neuartiges Konzept für Operationssäle umgesetzt wurde, der Großraum-OP. Er besteht aus einer offen gestalteten Großfläche mit zentraler Ein- und Ausleitung sowie drei einzeln aufgestellten Operationskabinen. Jede Kabine stellt einen organisatorisch und klimatechnisch separaten OP-Platz dar.
Mitarbeiter und Patienten gelangen über Schleusen in die OP-Abteilung, die mit gegenseitigen Türverriegelungen versehen sind. Unterdruck in den Schleusen verhindert dabei, dass Keime in den eigentlichen OP-Bereich gelangen. In der Umbettschleuse wird der Patient automatisch auf den fahrbaren OP-Tisch umgebettet und dann zur Narkoseeinleitung gefahren. So verbleiben die Patientenbetten vor dem eigentlichen OP-Trakt – ein deutliches Plus an Hygiene.
Jede einzelne OP-Kabine verfügt über eine eigene Klimaanlage. Sie riegelt die Kabine von der Außenwelt ab und garantiert so höchste Staub- und Keimfreiheit. Die durchsichtigen Wände der OP-Kabinen ermöglichen Sicht- und Sprechkontakt mit den außen stehenden Mitarbeitern. So werden unerwünschte Luftverwirbelungen durch ein Öffnen der Schiebetüren vermieden.

